ANGAGA
Februar/März 2017
Februar/März 2018

Flug:

Bei der Buchung auf die Insel, sobald die Fluglinie geklärt ist, wird die Platzreservierung über das Reisebüro vorgenommen, welches einen Plan des Flugzeugtyps hat.
Wenn man zeitgerecht dran ist, hat man die Chance, einerseits einen Frühbucherbonus zu bekommen und kann sich andererseits die freien Sitzplätze aussuchen. Meist bekommt man bereits im Flugzeug das Einreiseformular für die Malediven.

Beim Verlassen des Flugzeugs kommt einem Hitze über 30° entgegen. Mein Mann und ich kauften uns eine Hose mit abzippbaren Beinen, sodass aus einer langen eine kurze Hose wird, was sehr praktisch ist. Früher trug ich eine kurze Hose unter der langen Jeans, was weniger praktisch war, da die dicke Hose weit mehr Platz im Handgebäck braucht und das dadurch noch schwerer wird.
Ein T-Shirt unter einer Jacke oder Pullover ist ebenfalls sinnvoll. Die langärmeligen Oberteile kann man entweder umbinden oder auch im Handgepäck verstauen.

Wer Economy fliegt und eine Zwischenlandung hat, muss auf jedem Flughafen mit langen Warteschlangen für Kontrollen rechnen.
Beim Besteigen des Wasserflugzeugs werden auch die Koffer gewogen.
Die Airlines erlauben 30, die Wasserflieger 20 Kilo. Hat man dort mehr, zahlt man dafür.

Angestellte des Flughafens Male tragen große Schilder mit den Namen der jeweiligen Insel vor sich. Mit dem Bus geht es weiter zur Abflughalle der TMA. Es ist ein Erlebnis, mit dem Wasserflugzeug zur Insel gebracht zu werden, die Piloten fliegen barfuß *lach*.

Atoll, Koordinaten, Größe, Erreichbarkeit

Süd Ari Atoll.
3° 39' 7,1" N 72° 49' 18,8" O
ca 350 x 150 m, ca 50.000 m²
MAT (Malediven) Air Taxi), ca 25 Minuten Flugzeit von Male aus.

Ankunft:

Der Anlegeplatz (es gibt zwei) des Wasserflugzeugs befindet sich zu 99% im Süden wie der Steg zur Rezeption, wohin einem entweder ein Dhoni oder Speedboot bringt.
Heuer (2018) landete das Wasserflugzeug sturmbedingt zwei Tage am Nordsteg.
Man wird mit Erfrischungstüchern, die vom Personal gereicht werden, in die Rezeption geleitet. Erneut darf man Formulare ausfüllen, während man bei einem Erfrischungsgetränk sitzt und in weiterer Folge mit Informationen versorgt wird.

Die Bungalownummern:

Wer es, um diese Jahreszeit, gern kühler und windiger mag, wählt die Nordseite, das sind die Nummern 101 bis ca 122. Dort ist auch das Hausriff nicht weit. Weil es aber immer windig ist, ist das Meer unruhiger, welliger und lauter.
Durch den ständigen und verschieden starken Wind ist darum dort der Kantenbruch in Form von Wurzelwerk der Palmen deutlich sichtbar und man schafft es teilweise nur mit einem Sprung hinunter zum Sandstrand und dem Meer. Die Einheimischen bringen öfter Sandsäcke an, sodass man, wie auf kleinen Treppen, hinuntersteigen kann.

Von 120 bis 135 beginnt die Drehung von Norden nach Westen, sodass man in Richtung Steg der erstgebauten Bungalows kommt. Auch hier kann es noch windig sein, aber allmählich wird das Meer leiser und der Wind beginnt sich zu legen.

Mein Mann und ich bevorzugen die wärmere Südseite, die windgeschützt ist. Dazu zählen die Nummern 135 bis 150. Wir haben 139 und 140 zu schätzen gelernt, da es dort viel Schatten durch Palmen und Büsche gibt. 2018 haben wir das erste Mal erlebt, dass nach einem Wetterwechsel der starke Wind nach Süden drehte. Dafür haben die, die es nördlich gern kühler haben, geschwitzt. Selten aber doch kann es auch um diese Jahreszeit Wetter- und Windwechsel geben.

Der Blick auf den Bungalow Blick auf Bungalow 139 und 140 Blick auf die Sonnenliegen Blick vom Meer auf den Zugang zu den Bungalows 139, 140

Die Bungalowausstattung:

Jeder Bungalow ist innen gleich ausgestattet. Rechts befindet sich ein niedriger Glastisch mit links und rechts zwei Sesseln. Auf dem Tischchen liegt die allgemeine Information in der jeweiligen Sprache des Gastes und die vom Coconut-Spa. Zur freien Entnahme gibt’s portionierten Kaffee, Kaffeweißer und Tee in Säckchen, wozu ein Wasserkocher dient, den der Roomboy täglich mit Wasser auffüllt. Zwei Schalen und ein Löffel (auch zwei Gläser) befinden sich ebenso auf dem Tisch. Ganz neu war ab 2018, dass man täglich gratis zwei Halbliterflaschen Mineralwasser bekam.

Eine Neonröhre ist über diesem Tischchen und die andere über dem Schreibtisch. Die und das Licht der Nachtkästchenlampen leuchten hell, das übrige Licht ist eher dunkel. Der Hocker (ohne Lehne) ist relativ wuchtig, was den Raum mit dem großen Doppelbett etwas eng macht. Allmählich werden die Bungalows etwas abgewohnt. Die Auflagen der Sessel sind durchgesessen und farblich etwas unschön. Die Türen knarren und sie zu öffnen, bedarf einiges an Übung.

Ohne Klimaanlage ist es fast unmöglich zu verweilen oder zu schlafen, denn im Bungalow kriegt es gleich mal über 30°. Die Klimaanlage sollte man aber nicht unter 23 oder 24° stellen, da man sich sonst sehr leicht erkälten kann, weil sie ja doch fast ständig in Betrieb ist. Empfehlenswert ist sie so zu stellen, dass sie in den Raum bläst und nicht hinunter, da sich eine Seite des Bettes nahe davon befindet. Auch sind die Klimaanlagen etwas wirbeliger.

Das Badezimmer

Im geschlossenen Bad ist der breite Duschkopf fix montiert. Bei der relativ niedrigen Badewanne kann man wohl den Brauseknopf abnehmen, aber er ist ringförmig, sodass es mitunter auf den Boden spritzt, was man kaum vermeiden kann, außer man bleibt sitzen.
Andererseits, hat man im Bungalow die Klimaanlage an und lässt die Badezimmertüre nach dem Duschen kurz offen, kühlt es im dampfigen Bad ein bisschen ab. Man kann wohl die hintere Tür öffnen, wo sich die Fußbrause befindet, man steht aber dann in der Auslage. Ein Föhn gibt es, sodass man diesen nicht von Daheim mitnehmen muss.

Auf jeder Touristeninsel ist Warmwasser vorhanden, welches man auch fürs Zähneputzen verwenden kann. Vor dem Trinken wird von den Einheimischen gewarnt (Durchfallgefahr). Besser man kauft sich Mineralwasser, da man in dieser Hitze ja viel trinken sollte.

Neben dem Badezimmer befindet sich ein offener begehbarer Schrank mit viel Hängemöglichkeit und Fächern für Bekleidung aller Art. Wenn man jedoch mehr aufhängen möchte, nimmt man sich von daheim Kleiderbügel mit.
Je zwei Bade- und Regenmäntel sind vorhanden.

Kommt man aus dem Bungalow, steht man auf einem Holzboden aus Brettern. Am Ende des Bodens, bevor man in den Sandboden gelangt, ist eine Wäscheleine. Für mich mit 1,60 m nur schwer zu erreichen, da zu hoch oben. Wäscheklammern gibt es, wer aber mehr aufhängen will, nimmt sich von Zuhause welche mit.

Einen Sichtschutz, jedoch keinen Sprechschutz, gibt es zwischen den Bungalows, die infolge des Rundbaus der Insel, abgestuft voneinander entfernt sind. Auf dieser Seite steht ein Glastisch mit zwei Sesseln. Auf der gegenüberliegenden Seite hängt die Hollywoodschaukel, die breit und lang ist, dadurch sehr bequem, aber nichts zum Anlehnen hat.

Roomboy und Waiter (Restaurant und Bar)

Gesprochen wird zwischen Personal und dem Gast nur auf Englisch.

Jeden Abend bekommt man zwei frische dunkelblaue Strandtücher (Beachtowel). Auch die zwei dunkelgrünen Bade- und Handtücher sowie der Waschlappen werden jeden Morgen/Vormittag gewechselt und der Bungalow gründlich gereinigt. Der Roomboy kommt zweimal täglich.

Im Restaurant werden Stoffservietten und das Besteck nach jeder Mahlzeit ausgetauscht, ebenso das bodenlange cremefarbene Tischtuch, wenn es verschmutzt ist. Man muss aufpassen, dass man beim Aufstehen nicht draufsteigt und es versehentlich samt dem am Tisch Befindlichen mitreißt. Auch ist es für die Beine zu warm, wenn das Tischtuch so lang ist.

Speisen

Suppe gibt’s zu Mittag und am Abend
Hauptspeisen:
Weißer Reis und gebratenen Reis mit Gemüse, der die Farbe von Curry hat, es aber keiner ist, nur um einem Irrtum vorzubeugen.
Es gibt verschiedene Fischgerichte, aber auch europäische Kost. Das Salatbüfett bietet, wie das Nachspeisenbüfett, für jeden etwas.

Inselinneres

Auf der Insel sind etliche Palmen, viel Grün und, die auf jeder Malediveninsel zahlreich vorkommende Pflanze Scaevola Taccada. All dies spendet im Inselinneren und rund um die Insel, sowie fast vor jedem Bungalow ausreichend Schatten. Sonnenschirme gibt es nur für die Wasserbungalows, die haben ja sonst keinen Schatten.
Zu jedem Strandbungalow gehören zwei Liegen die Räder haben sowie ein kleines Tischchen. Somit kann man die Liegen tagsüber in den Schatten und bei Sonnenuntergang rumfahren ohne sie mühevoll durch den Sand schleifen zu müssen und das Tischchen ist sehr leicht. Die Strandliegen haben Auflagen, damit man weicher liegen oder sitzen kann. Diese sollte man jeden Abend entweder über die Lehne ziehen, wenn sich die Liegen nicht nahe des Bungalows befinden oder sie hinter die zwei Stühle des Holzsteges seines Bungalows aufstellen. So sind sie vor nächtlichem Regen (sie quillen sonst auf) geschützt.

Der Inselinnenweg mit vielen Blumen bietet Schatten und ein wenig Abkühlung.
Nur die Kompressoren der Klimaanlagen sind recht laut und strahlen Hitze ab. Auch die Generatoren können manchmal direkt wirbeln. Jeder Gast will es im Bungalow kühl und auch ausreichend künstliches Licht wie Warmhasser zum Duschen haben. Oft riecht es auf der Insel nach Feuer und Rauch, weil wohl Vieles an Abfall, das auch der Tourist verursacht, verbrannt werden muss, denn wohin sonst mit dem vielen Müll?
Jeden Tag wird, fast ohne Ende, gehämmert, gebohrt, geschliffen, gesägt etc. Ich habe mich schon einige Male gefragt, was machen die wofür?

Da die Inseln nahe des Äquators liegen, ist die Sonne dort recht gefährlich. Ohne ausreichenden Sonnenschutz sollte man sich nicht außerhalb des Schattens aufhalten. Klug ist das Tragen einer Sonnenbrille und einer Kopfbedeckung.

Allgemeine Informationen

Öffnungszeiten:
Restaurant/Essenszeiten
Frühstück 7.30 – 10.00
Mittagessen 12.30 – 14.00
Freitags 13.00 – 14.30
Abendessen: 19.30 – 21.00
Rezeption  6.00 – 24.00
Coconut – Spa 10.00 – 13.00, 15.00 – 20.00
Tauchcenter (Sub Aqua) 8.30 – 9.00, 14.30 – 15.00, 18.00 – 18.30
Wassersportcenter  9.30 – 12.30, 14.30 – 18.30

Eine umfangreiche Bibliothek bietet ausreichend Lesestoff.
Angaga wird zu ca 80% von deutschsprachigen Touristen besucht (Deutsche, Schweizer, Österreicher). Ab und an hört man Engländer und andere Sprachen.

Angebote
Nachtfischen, Inselhüpfen (von Insel zu Insel reisen) und fast täglich Programmpunkte, die auf Infoblättern in der Rezeption aufliegen.
Fotoshooting ist, bei einer Inselrundfahrt mit dem Dhoni möglich

Jeden Freitag oder Samstag tritt ab 21.30 in der Mainbar die vierköpfige Musikband "Ambaa live" auf. Videos dazu gibt es im Internet.

Internetzugang
Dieser ist kostenfrei und nur in den beiden Bars (Mainbar, Sundownbar) möglich

Der große Käfig mit vielen Kokosnüssen und jeder Menge kleiner und großer Wellensittiche ist offen. Sie haben auch um Bungalow 140 Nistmöglichkeiten im Gebüsch. Sie können, von Anbruch bis zum Ende der Dämmerung sehr laut sein, wie wir 2018 feststellten.
Bisher sind nur zwei Krähen, die aber auch einen Wirbel schlagen können. Der Koel kann genauso stundenlang, wie ein Metronom, den Takt angeben, aber auch sehr laut zwitschern wie schreien. Da braucht man keinen Wecker, will man zeitig aufstehen *lach*.

Wenn die Möwen am langen Südostspitz der Insel brüten oder nicht flügge Jungvögel haben, ist es ratsam, dort den Inselrundgang zu meiden. Es ist ihr Territorium und der Abschnitt ist für jeden Touristen klar gekennzeichnet. Geht man dennoch, attackiert einem ein Elternteil der Altvögel mit einen laut hörbaren Warnruf und fliegt sozusagen kreischend (mitunter mehrmals) knapp über den Kopf hinweg. Am besten geht man nahe des Restaurants vorbei, wird aber da mitunter auch kurz gewarnt. Ignoriert man die Verteidigung oder den Beschützerinstinkt der Eltern für die Eier oder den Nachwuchs, riskiert man einen Schnabelhieb auf den Kopf.
2018 waren keine Jungen, sodass ein kompletter Rundgang um die Insel möglich war, absolut toll.
Daneben gibt es Geckos, Echsen und Flughunde wie auch Reiher.
Letzterer hat keine Angst vor Touristen und bezieht unbeirrbar seine Stammplätze. Wenn ihm aber etwas nicht passt, plustert er seine Kopf- und Halsfedern auf oder stößt einen Ruf aus. Es ist besser, dann einen Bogen um ihn zu machen.

Blick auf die Möwenfamilie Blick vom Meer auf den Koel Der Reiher blickt aufs Meer hinaus

Sonstiges

Dornenkronen
Eine ab und an oder mehrere sind nahe dem Stand in der Lagune. Sie werden entweder von Einheimischen entfernt oder ziehen sich ins tiefe Meer zurück. Sie sind durch ihre spitzen Stacheln, wenn man versehentlich auf sie tritt, gefährlich und man sollte einen Bogen um sie machen, wenn man ins Meer und wieder hinaus möchte.
2018 war keine einzige, sehr angenehm.

Mücken
Leider gibt es viele Gelsen/Mücken. Es empfiehlt sich, ein Insektenschutzmittel mitzunehmen, Auch wenn öfter mit Sprühmaschinen gespritzt wird, ist man mitunter zerstochen.

Der Wasserflieger landete und startete von der Nordseite, als es südseitig so stürmisch wurde. Weil er dort näher ist, sieht und hört an ihn gut

Mein Mann und ich saßen viel in der Hollywoodschaukel, wie seinerzeit 2013, was man am damaligen Foto gut erkennen kann *lach*.

Eine Dornenkrone Der Wasserflieger startet vom Nordsteg aus Mein Mann und ich sitzen auf der Hollywoodschaukel

Private Drohnen
2017 war erstmals das Surren und Dröhnen für viele Touristen eine Lärmbelästigung. Auch die Ignoranz, mit der einerseits ein Event und andererseits die Insel gefilmt wird, war erschreckend. Es wurde weder Rücksicht auf den Urlauber noch auf Einheimische oder dort Arbeitende genommen. Gefährlich ist der Einsatz obendrein, da die Drohnen ja von Laien gesteuert werden können.
Vielleicht gab oder gibt es seit 2018 ein fast Verbot, denn wir hörten nur eine oder zwei ganz kleine, ebenfalls sehr angenehm.#


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Letztes Update 10. April 2017
Aktualisiert 06. April 2018
© by Burgi Bänder, Wien