ANGAGA, Februar/März 2017

Flug:

Bei Buchung auf die Insel, sobald die Fluglinie geklärt ist, wird die Platzreservierung über das Reisebüro vorgenommen, welches einen Plan des Flugzeugtyps vorliegen hat. Meist sind nämlich die Flüge ausgebucht, sodass Paare mitunter getrennt werden, die nicht rechtzeitig reserviert haben.

Beim Verlassen des Flugzeugs kommt einem Hitze, bei bis zu über 30°, entgegen. Es ist ratsam, entweder eine lange Hose mit abnehmbaren Beinen zu tragen oder eine kurze Hose unter der langen. T-Shirts unter einer Jacke oder Pullover sind ebenfalls sinnvoll. Die langärmeligen Oberteile kann man entweder umbinden oder im Handgepäck verstauen.

Wer Economy fliegt, muss auf jedem Flughafen immer mit langen Warteschlangen für Kontrollen rechnen:
Pass, Handgepäck und man selber. Bei Abflug und Ankunft sowie beim Besteigen des Wasserflugzeugs werden auch die Koffer gewogen.
Die Airlines erlauben 30, die Wasserflugzeuge 20 Kilo. Hat man dort mehr, ist es teurer.

Angestellte des Flughafens Male tragen große Schilder mit den Namen der jeweiligen Insel vor sich. Mit dem Bus geht es weiter zur Abflughalle der TMA. Es ist ein Erlebnis, mit dem Wasserflugzeug zur Insel gebracht zu werden, die Piloten fliegen barfuß *lach*.

Atoll, Koordinaten, Größe, Erreichbarkeit

Süd Ari Atoll.
3° 39' 7,1" N 72° 49' 18,8" O
ca 350 x 150 m, ca 50.000 m²
MAT (Malediven) Air Taxi), ca 25 Minuten Flugzeit von Male aus.

Ankunft:

Der Anlegeplatz (es gibt zwei) des Wasserflugzeugs befindet sich ebenso im Süden wie der Steg zur Rezeption, wohin einem entweder ein Dhoni oder Speedboot bringt. Man wird mit Erfrischungstüchern, die vom Personal gereicht wurden, in die Rezeption gebracht, Man bekommt Formulare zum Ausfüllen, während man bei einem Erfrischungsgetränk sitzt und in weiterer Folge mit Informationen versorgt wird.

Bungalows:

Wer es gern kühler und windiger mag, wählt die Nordseite, das sind die Nummern 101 bis ca 122. Dort ist auch das Hausriff nicht weit, zum Schnorcheln ideal. Weil es aber immer windig ist, ist das Meer dadurch unruhig und laut. Manchmal geht direkt ein Sturm, sodass das Meer bei Flut auf den Nordsteg und die Terrasse der Mainbar spritzt. Durch den ständigen und verschieden starken Wind ist darum dort der Kantenbruch in Form von Wurzelwerk der Palmen deutlich sichtbar und man schafft es teilweise nur mit einem Sprung hinunter zum Sandstrand und dem Meer. Die Einheimischen bringen öfter Sandsäcke an, sodass man, wie auf kleinen Treppen, hinuntersteigen kann.

Jeder Bungalow ist innen gleich ausgestattet. Rechts befindet sich ein Glastischchen mit links und rechts zwei Sesseln. Auf dem Tischchen liegt die allgemeine Information in der jeweiligen Sprache des Gastes und die vom Coconut-Spa. Zur freien Entnahme gibt’s portionierten Kaffee, Kaffeweißer und Tee in Säckchen, wozu ein Wasserkocher dient, den der Roomboy täglich mit Wasser auffüllt. Zwei Schalen und ein Löffel (auch zwei Gläser) befinden sich ebenso auf dem Glastischchen. Eine Neonröhre ist über dem Schreibtisch angebracht. Die und das Licht der Nachtkästchenlampen leuchten hell, das übrige Licht ist eher dunkel. Der Hocker (ohne Lehne) davor ist relativ wuchtig, was den Raum mit dem großen Doppelbett etwas eng macht. Langsam werden die Bungalows etwas abgewohnt. Die Auflagen der Sessel sind durchgesessen und farblich etwas unschön. Die Türen knarren und sie zu öffnen, bedarf einiges an Übung.

Ohne Klimaanlage ist es fast unmöglich zu schlafen, denn im Bungalow kriegt es gleich mal über 30°. Die Klimaanlage sollte man aber nicht unter 23 oder 24° stellen, da man sich sonst sehr leicht erkälten kann, weil sie ja doch fast ständig in Betrieb ist. Ratsam ist es, sie so zu stellen, dass sie in den Raum bläst und nicht hinunter, da sich eine Seite des Bettes nahe davon befindet. Auch machen die Klimaanlagen einen Lärm. Man kann es sich also aussuchen, entweder ruhig und heiß oder kühler und laut.

Der Blick auf den Bungalow Blick auf die Sonnenliegen Blick vom Meer auf die Insel

Das Badezimmer

Im geschlossenen Bad ist der breite Duschkopf fix montiert. Bei der relativ niedrigen Badewanne kann man wohl den Brauseknopf abnehmen, aber er ist ringförmig, sodass es mitunter auf den Boden spritzt, was man kaum vermeiden kann, außer man bleibt sitzen.
Andererseits, hat man im Bungalow die Klimaanlage an und lässt die Badezimmertüre nach dem Duschen kurz offen, kühlt es im dampfigen Bad ein bisschen ab. Man kann wohl die hintere Tür öffnen, wo sich die Fußbrause befindet, man steht aber dann in der Auslage. Ein Föhn gibt es, sodass man diesen nicht von Daheim mitnehmen muss.

Auf jeder Touristeninsel ist Warmwasser vorhanden, welches man auch fürs Zähneputzen verwenden kann. Vor dem Trinken wird von den Einheimischen gewarnt (Durchfallgefahr). Besser man kauft sich Mineralwasser, da man in dieser Hitze ja viel trinken sollte.

Neben dem Badezimmer befindet sich ein offener begehbarer Schrank mit viel Hängemöglichkeit und Fächern für Bekleidung aller Art. Wenn man jedoch mehr aufhängen möchte, nimmt man sich von daheim Kleiderbügel mit.
Je zwei Bade- und Regenmäntel sind vorhanden.

Kommt man aus dem Bungalow, steht man auf einem Holzboden aus Brettern. Am Ende des Bodens, bevor man in den Sandboden gelangt, befindet sich eine Wäscheleine. Klammern gibt es. Wer mehr aufhängen will, nimmt sich von Zuhause welche mit.

Einen Sichtschutz, jedoch keinen Sprechschutz, gibt es zwischen den Bungalows, die infolge des Rundbaus der Insel, abgestuft voneinander entfernt sind. Auf dieser Seite steht ein Glastisch mit zwei Sesseln. Auf der gegenüberliegenden Seite hängt die Hollywoodschaukel, die breit und lang ist, dadurch sehr bequem, aber nichts zum Anlehnen hat.

Roomboy und Waiter (Restaurant und Bar)

Gesprochen wird zwischen Personal und dem Gast nur auf Englisch.

Jeden Abend bekommt man zwei frische dunkelblaue Strandtücher (Beachtowel). Auch die zwei dunkelgrünen Bade- und Handtücher sowie der Waschlappen werden jeden Morgen/Vormittag gewechselt und der Bungalow gründlich gereinigt. Der Roomboy kommt zweimal täglich.

Im Restaurant werden Stoffservietten und das Besteck nach jeder Mahlzeit ausgetauscht, ebenso das bodenlange cremefarbene Tischtuch, wenn es verschmutzt ist. Man muss aber aufpassen, dass man beim Aufstehen nicht draufsteigt und es versehentlich samt dem am Tisch Befindlichen mitreißt. Auch ist es für die Beine zu warm, wenn das Tischtuch so lang ist.

Speisen

Suppe gibt’s zu Mittag und am Abend
Hauptspeisen:
Weißer Reis und gebratenen Reis mit Gemüse, der die Farbe von Curry hat, es aber keiner ist, nur um einem Irrtum vorzubeugen.
Es gibt verschiedene Fischgerichte, aber auch europäische Kost. Das Salatbüfett bietet, wie das Nachspeisenbüfett, für jeden etwas.

Inselinneres

Auf der Insel sind etliche Palmen, viel Grün und, die auf jeder Malediveninsel zahlreich vorkommende Pflanze Scaevola Taccada. All dies spendet im Inselinneren und rund um die Insel, sowie fast vor jedem Bungalow ausreichend Schatten. Sonnenschirme gibt es nur für die Wasserbungalows, die haben ja sonst keinen Schatten.
Zu jedem Strandbungalow gehören zwei Liegen die Räder haben sowie ein kleines Tischchen. Somit kann man die Liegen tagsüber in den Schatten und bei Sonnenuntergang rumfahren ohne sie mühevoll durch den Sand schleifen zu müssen und das Tischchen ist sehr leicht. Die Strandliegen haben Auflagen, damit man weicher liegen oder sitzen kann. Diese sollte man jeden Abend hinter die zwei Stühle des Holzsteges seines Bungalows aufstellen. So sind sie vor nächtlichem Regen (sie quillen sonst auf) geschützt.

Auch der Inselinnenweg mit vielen Blumen bietet Schatten und ein wenig Abkühlung.
Die Schaukel sowie die Bank der Beachbungalows sind weit hinaus überdacht und fast durchwegs im Schatten. Auch bei Regen und Wind kann man sich dort - vor allem auf der Südseite - problemlos aufhalten.

Da die Inseln nahe des Äquators liegen, ist die Sonne dort recht gefährlich. Ohne ausreichenden Sonnenschutz sollte man sich nicht außerhalb des Schattens aufhalten. Klug ist das Tragen einer Sonnenbrille und einer Kopfbedeckung.

Tiere

Der große Käfig mit vielen Kokosnüssen und jeder Menge kleiner und großer Wellensittiche ist offen. Sie können schon sehr laut sein.
Bisher sind nur zwei Krähen, die aber auch einen Wirbel schlagen können.
Daneben gibt es Geckos, Echsen und Flughunde.
Zwei sogenannte Metronome gibt es, die teilweise stundenlang den Takt angeben, das sind Wasserhühner und der Koel.

Allgemeine Informationen

Öffnungszeiten:
Restaurant/Essenszeiten
Frühstück 7.30 – 10.00
Mittagessen 12.30 – 14.00
Freitags 13.00 – 14.30
Abendessen: 19.30 – 21.00
Rezeption  6.00 – 24.00
Coconut – Spa 10.00 – 13.00, 15.00 – 20.00
Tauchcenter (Sub Aqua) 8.30 – 9.00, 14.30 – 15.00, 18.00 – 18.30
Wassersportcenter  9.30 – 12.30, 14.30 – 18.30

Eine umfangreiche Bibliothek bietet ausreichend Lesestoff.
Angaga wird zu ca 80% von deutschsprachigen Touristen besucht (Deutsche, Schweizer, Österreicher). Ab und an hört man Engländer und andere Sprachen.

Angebote
Nachtfischen, Inselhüpfen (von Insel zu Insel reisen) und fast täglich Programmpunkte, die auf Infoblättern in der Rezeption aufliegen.
Fotoshooting ist, bei einer Inselrundfahrt mit dem Dhoni möglich

Jeden Freitag oder Samstag tritt ab 21.30 in der Mainbar die vierköpfige Musikband "Ambaa live" auf. Videos dazu gibt es im Internet.

Internetzugang
Dieser ist kostenfrei und nur in den beiden Bars (Mainbar, Sundownbar) möglich

Schattenseiten

Auch die gibt es und sie gehören erwähnt.

Dornenkronen
Sie treten, entweder eine ab und an oder mehrere, im flachen Meer auf. Sie werden entweder von Einheimischen entfernt oder ziehen sich ins tiefe Meer zurück. Sie sind durch ihre spitzen Stacheln, wenn man versehentlich auf sie tritt, gefährlich und man sollte einen Bogen um sie machen, wenn man ins Meer und wieder hinaus möchte.

Möwen
Wenn sie am langen Südostspitz der Insel brüten, ist es ratsam, dort den Inselrundgang zu meiden. Es ist ihr Territorium und der Abschnitt ist für jeden Touristen klar gekennzeichnet. Geht man dennoch, attackiert einem ein Elternteil der Altvögel mit einen laut hörbaren Warnruf und fliegt sozusagen kreischend (mitunter mehrmals) knapp über den Kopf hinweg. Am besten geht man nahe des Restaurants vorbei, wird aber da mitunter auch kurz gewarnt. Ignoriert man die Verteidigung oder den Beschützerinstinkt der Eltern für die Eier oder den Nachwuchs, riskiert man einen Schnabelhieb auf den Kopf.

Eine Dornenkrone Blick auf die Möwenfamilie Blick vom Meer auf den Koel

Private Drohnen
In diesem Jahr war erstmals das Surren und Dröhnen für viele Touristen eine Lärmbelästigung. Auch die Ignoranz, mit der einerseits ein Event und andererseits die Insel gefilmt wird, war erschreckend. Es wurde weder Rücksicht auf den Urlauber noch auf Einheimische oder dort Arbeitende genommen. Gefährlich ist der Einsatz obendrein, da die Drohnen ja von Laien gesteuert werden können.

laute Gäste
Wenn man die als Nachbarn hat, kann man nur höflich ersuchen, ob sie vielleicht ein bisschen leiser sein könnten. Wenn aber eine bestimmte Bevölkerungsgruppe die Insel "heimsucht", wird es wirklich laut. Sie unterhalten sich lautstark, hören alles Mögliche und Unmögliche via Lautsprecher am Handy, sodass es weithin hörbar ist. Sie treten mit Equipment ausgestattet überall auf und das ohne Rücksichtnahme. Das ist nicht nur störend sondern auch nervend. Dagegen etwas zu unternehmen, in welcher Form auch immer, wird halt leider nichts nützen.

Mücken
Leider gibt es viele Gelsen/Mücken. Es empfiehlt sich, ein Insektenschutzmittel mitzunehmen, Auch wenn öfter mit Sprühmaschinen gespritzt wird, ist man mitunter zerstochen.


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Letztes Update 10. April 2017
© by Burgi Bänder, Wien