Partielle Sonnenfinsternis vom 4. Jänner 2011

Bereits Tage zuvor hörte und sah man in den Medien von der bevorstehenden partiellen Sonnenfinsternis.
Meist nerven mich oft wiederkehrende Beiträge, doch in diesem Fall erfreute ich mich an jeder Information.
Seit der totalen Sonnenfinsternis im August 1999 begeistert mich - wie so viele andere Menschen auch - die Konstellation Sonne, Mond und Erde in einer oder fast einer Linie.

Gute Dienste leistete mir auch diesmal die Schutzbrille von 1999. Wie gut, dass ich Erinnerungsstücke, die mir was bedeuten, in meinen Tagebüchern aufhebe.
Mit ihr, dem Stativ und der digitalen Fotokamera ausgerüstet, machte ich mich am frühen Morgen auf den Weg ins Fitnesscenter.
Mein Trainer Peter, Freundinnen und ich absolvierten vor dem Höhepunkt des Naturschauspiels ein intensives Krafttraining,
ehe Peter mit mir nach draußen ging, um mir bei der Ausrichtung der Kamera zu helfen. Mit meiner Sehbehinderung
hätte ich wesentlich eher aufbauen und rumnavigieren müssen, so hatte er die bereits verbliebene kipferlförmige Sonne sehr bald im Sucher.
Ich konnte es kaum erwarten, selbst durchzusehen, wie am folgenden Foto nur unschwer zu erkennen ist, die schützende Brille startbereit in der Hand.

                                                                    Ich luge durch die Kamera

Während Peter die Folie vor die Linse hielt, machte ich etliche Fotos, wovon ich zwei als durchaus interessant und auch gelungen finde.
Sie zeigen die Sonnensichel um ca. 9.25.

Das Kipferl mit den beiden Enden nach oben                                                           Hier sieht man auch das Kipferl und ein wenig den blauvioletten Himmel

Wir bemerkten eine leichte Dämmerung, fast als wäre es diesig oder noch früher Morgen.
Auch sah der Himmel blauviolett aus, die Kondensstreifen matter, als hätte die Natur einen leichten Nebel- oder Grauschleier.
Trotz der minus fünf Grad fror ich nicht, obwohl mir bei solchen Temperaturen sehr oft zu kalt ist.
Ich war so begeistert und konzentriert, dass ich die Kälte nicht spürte, während ich - ohne Handschuhe, weil mit diesen kann ich nicht tasten - die Kamera bediente.
Peter blieb geduldig bei mir, bis der Mond langsam wieder nach links oben wanderte.

Danach trainierten wir alle weiter und ich konnte beobachten, wie der Himmel allmählich wieder seine rein blaue Farbe annahm
und die Natur durch die "normale" Sonne heller und für mich "blendender" wurde.
Sollte ich jemals noch einmal in den Genuss einer partiellen oder gar totalen Sonnenfinsternis bzw. eines sonstigen Naturschauspiels kommen,
werde ich mich einerseits unter Gleichbegeisterte mischen und andererseits nach einer für mich bedienbaren Spiegelreflexkamera Ausschau halten,
mit der ich dann hoffentlich noch weit schönere und qualitativ bessere Aufnahmen machen möchte.

Dieser Tag war aufregend und ich war schon in aller Früh glücklich und sehr dankbar über den strahlend blauen Himmel,
denn bereits ab 12 Uhr bzw. am Folgetag präsentierte sich die Sicht nach oben grau in grau.
Meine innere Stimmung rund um diese partielle Sonnenfinsternis war positiv, ich war begeistert und beeindruckt.
Ich bemerkte so viele Details, die anderen nicht aufgefallen oder wichtig sind.
Dieses Naturereignis war perfekt und ich werde mich noch lange an diese Eindrücke erinnern.


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Letztes Update 05. Jänner 2011
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