Wie erklärt oder zeigt man mir was?

Die meist gebräuchlichen Worte sind:
"Da ist dies" oder "Dort ist das".
Manche schauen auch in die Richtung, wo sich etwas befindet oder zeigen mit dem Finger hin. Damit kann ich nur wenig bis gar nichts anfangen, weil das auf viele Faktoren wie Lichtverhältnisse, Sonneneinstrahlung, Stress oder Tagesverfassung etc. ankommt. In jedem Fall tue ich mich mit präzisen Angaben wie z. B.:
"Neben der Säule rechts"
"Die dritte Reihe und dann links" wesentlich leichter.

Wenn es um Gegenstände geht, die sich in unmittelbarer Nähe befinden und die mir Jemand zeigen will, dann ist es für mich am schnellsten zu "begreifen", wenn ich mir die Sachen angreifen kann. So erlange ich optisch und tastbar ein Gesamtbild und kann schneller erfassen, worauf es ankommt.

Am Computer fange ich nichts damit an, wenn mir Jemand mit der Maus auf dem Bildschirm herumfahrend etwas zeigen will. Die weiße Maus auf dem weißen Grund hebt sich für mich nicht ab und ist somit unsichtbar.
Ein Tipp:
Mit dem Finger auf die gewünschte Stelle zeigen und ich sehe sogleich, was mir Jemand zeigen will.

Manchmal zeigt mir Jemand ein Kleidungsstück oder einen Zeitungsauschnitt von Weitem und meint:
"Na, was sagst du dazu?"
Ich kann erst mal gar nichts dazu sagen, denn ich muss zur betreffenden Stelle hingehen. Erst wenn ich ca 20 - 30 cm - je nach Größe - davor bin, kann ich meinen Kommentar dazu abgeben.

"Schau wie viele Sterne man sieht!"
Ich sehe vielleicht 5 wenns hoch hergeht *g*.
"Da drüben fährt ein Ferrari".
Bis ich gefragt habe
"Wo denn?
ist das tolle Gefährt längst vorbeigerauscht. Mit
"links vor dir" (jetzt nur als Beispiel)
hätte ich ihn wohl auch gesehen.

Mit "Pass auf" oder "Achtung" oder "Vorsicht" meinen es auch viele Leute gut, doch worauf soll ich achten, wenn es Derjenige nicht dazusagt, auf welches Hindernis? "Stange links" "Stufe runter" "Fahrrad rechts" sind definitive Angaben und ich kann schnell reagieren.

Ein toll gedeckter Tisch oder ein ansehnliches Buffett sind eine wahre Augenweide. Doch das bleibt sie auch, wenn ich kein "Sehendes Auge" habe das mir zeigt, wo sich was befindet. "Auf dem linken Teller ist Käse, in der Mitte Essiggurken, in dem Korb ist Weißbrot, im vorderen dunkles Brot" etc. Habe ich mich erst einmal durchgeblickt, kann ich mich auch selber nach Herzenslust bedienen.

"Wir treffen uns innen im Lokal, denn wer weiß wie das Wetter ist".
Gut und schön, aber ich sehe im Restaurant nur Menschen, kann sie aber nicht erkennen, außer ich bin ihnen nahe genug. Doch wie sieht das aus, wenn ich zu jedem Tisch pilgere und peinlich ist es auch. Darum ist es für mich in jedem Fall einfacher, wenn man sich vor dem Gasthaus trifft.

"Ich hol dich mit dem Auto ab"
Ich seh aber nicht, wer und ob überhaupt Jemand im Auto sitzt. Derjenige muss entweder die Scheibe öffnen und mich ansprechen oder wir machen uns ein Signal mit der Lichthupe aus. Mein Günther lässt den Motor witzig dreimal kurz aufheulen, wenn er auf mich zufährt.

Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Egal worum es geht, präzise und eindeutige Angaben erleichtern mir den Alltag erheblich. Für manche Menschen ist beschreiben, zeigen oder erklären sehr schwer, weil sie zu optisch orientiert sind, doch mit beider Willen lässt sich bestimmt für alle Beteiligten eine gute Lösung finden.


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Letztes Update 11. März 2006
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