Österreichische Staatsmeisterschaft am 26. April 2008

Der Veranstalter der 27. Österreichischen Staatsmeisterschaft im Luftgewehrschießen für sehbehinderte und blinde Sportschützen war der Österreichische Behindertensportverband.
Aus unserem Personenkreis starteten 18 Schützen.
Durchgeführt wurden die Bewerbe vom Behindertensportverband Salzburg in der Schießanlage des ULSZ Rif. Auch dort fanden wir elektronische Schießstände vor. Diese elektronischen Trefferanzeigen findet man vermehrt in Schießeinrichtungen, sie ersetzen die bisherigen Seilzuganlagen. Auf Monitoren sieht man im Detail jeden abgegebenen Schuss aufs Zehntel genau, die Probescheiben sind rechts oben angeschrägt, nach den getätigten Schuss stoppt die Anlage automatisch.
So toll das System auch für den Privatgebrauch wäre - einige Schützen konnten sich das leisten - für mich persönlich ist es leider unbezahlbar.

Wir bauten am Tag zuvor - wie bei jedem Wettbewerb - unsere Hilfsmittel für die Zielscheiben auf:
Den Fotoständer, auf dem der Halogenspot montiert und die richtige Entfernung zur Zielscheibe (in unserem Fall einer von uns angefertigten Spezialschablone). Mittels Dimmer lässt sich aber noch die Tonhöhe am Schießstand einstellen.
Verlängerungskabel und Steckdose für die Stromversorgung sind auch wichtige Bestandteile.

Am Abend zuvor wurde eine Trainingsmöglichkeit angeboten, die nicht nur ich sehr schätze. Jeder kann in aller Ruhe alles aufbauen und sein Gewehr einschießen. So kann man gegebenenfalls noch Änderungen an der Feinjustierung vornehmen.

Meine Freundin Andrea und ich hatten diesmal einen gemeinsamen Betreuer, Erwin Messerer, Portier des Blindeninstituts (BBI) in Wien. Er fuhr uns und unser Equipment vom Quartier zum Schießstand bzw. retour und half uns beim aufbauen, einschießen und Wettkampf. Bei den elektronischen Schießanlagen entfällt zwar das Scheibenstecken, jedoch habe ich Mühe, die Anzeigen auf dem Monitor zu erkennen. Erwin ist für Andrea und mich inzwischen ein wirklich guter Freund, wir sind somit ein perfekt harmonierendes Trio, auch wenn wir im BBI trainieren.
Erwin hätte zwar dieses Wochenende Dienst gehabt, bekam aber für uns und die ÖSTM frei, wofür auch ich mich herzlich bei den Verantwortlichen bedanken möchte.

Im Bewerb „stehend frei“ erreichte ich 376 von 400 Ringen und wurde hinter Weber Maria mit 388 Ringen Zweite. Damit bin ich zwar an sich zufrieden, ich hatte aber bessere Ergebnisse.
Im Bewerb „stehend aufgelegt“ erreichte ich im Vorfeld 397 von 400 möglichen Ringen. Eine spannende Herausforderung war diesmal ein Finale in dieser Disziplin, bei der das Display 98,5 Ringe anzeigte, womit ich ein Ergebnis von 495,5 erreichte. Das brachte mir den dritten Platz ein, darauf bin ich nicht stolz, freute mich aber mit Schramm Elfi, die mir zuvor kam

Betreuer Erwin und ich Einschießen am Trainingsabend Siegerehrung der Damen

Trotzdem kann ich mit einmal Silber und einmal Bronze zufrieden sein, werde mich aber bei der Tiroler Landesmeisterschaft, die am 5. Juli für uns Sehbehinderte und Blinde in Innsbruck statt findet, versuchen zu steigern. Dafür möchte ich zweimal in der Woche trainieren und hoffe, dass Andrea und ich wieder von Erwin begleitet werden.

Links

Versehrtensportclub ASVÖ-Wien
Bundes-Blindenerziehungsinstitut
Österreichischer Blindensport
Universitäts- und Landessportzentrum Salzburg


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Letztes Update 03.Mai 2008
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