Internationaler Wettbewerb in Ostrava

Wir Österreicher veranstalteten diese Art des Wettbewerbs als erste im Juni 2010 in Lamprechtshausen. Nun lud uns Tschechien zum Vergleichsschießen ein.

Der Austragungsort befand sich in Ostrava. Die Stadt liegt im Osten Tschechiens im Dreiländereck Tschechien, Polen und der Slowakei.
Viele Schützen reisten aus verschiedenen Bundesländern an, Treffpunkt war in Wien Meidling. Von dort fuhren wir ca. 350 km bis zu unserem Reiseziel, dem Schießstand Stredni odborna skola dopravini Moravska 2, Ostrava - Vitkovice. Im selben Haus, einem Gymnasium, befand sich auch unsere Unterkunft.

Diesmal reisten nicht nur Andrea und ich ohne Betreuer sondern auch Kurt und Maria aus Kärnten. Selten aber doch kommt es vor, dass diverse Begleitpersonen entweder krank sind, dienstlich keine Zeit haben oder urlauben. Es war schon recht anstrengend, als Sehbehinderter oder gar Blinder mit Rucksack, großem und schwerem Schießkoffer sowie Gewehr unterwegs zu sein, aber wir haben auch das gemeinsam gemeistert.

Als wir den Schießstand betraten, waren bereits einige Schützen mit ihren Begleitern beim Herrichten der Fotoständer und Lampen beschäftigt. Trainer Sonni aus Vorarlberg bemerkte schnell, dass die Seilzüge für unsere Schablonen zu wenig gespannt waren, sodass sich diese drehten oder aus der Verankerung fielen. Obwohl er geschickt und geschwind hantierte, bedurfte es doch einiger Arbeit, bis er alle Seile soweit festgezogen hatte, damit auch wir problemlos zurecht kamen. An Aufbau oder gar Training war allerdings nicht mehr zu denken, es war bereits spät, wir waren müde und hatten großen Hunger. Unterwegs nach Tschechien befand sich an einer Autobahnausfahrt zwar eine Raststation, doch die erwies sich als Baustelle. In der nächsten Ortschaft wurde ein großes Fest veranstaltet, so machten wir - auch angesichts des dichten Verkehrsaufkommens - nur ein kurzes Picknick und vertraten uns die Füße, ehe wir wieder in den Kleinbus einstiegen.

Bis wir dann endlich unsere Zimmer zugewiesen bekamen, dauerte es sehr lange. Wir mussten zuvor die Reisepässe abgeben und Fragebögen ausfüllen, das beanspruchte ebenfalls viel Zeit. Irgendwie dürfte bei der Reservierung oder Buchung ein Fehler unterlaufen sein, letztlich wurden wir aber doch alle in einem Stockwerk untergebracht
Nach ein bisschen "Frischmachen" suchten wir uns nach der Beschreibung unserer englischen Dolmetscherin das von ihr empfohlene Lokal. Leider war dieses überfüllt und verraucht wie auch zwei weitere Restaurants. Ein Taxistandplaz erwies sich als Rettung in unserer inzwischen großen Hungersnot und schrieb uns die Straße einer Pizzeria auf. Daniela (unsere Fahrerin) gab diese ins Navi ein und gegen halb zehn genossen wir endlich eine herrliche Pizza, guten Rotwein und zwei Runden Becherovka *lächel*. Heimgekehrt fielen wir alle müde ins Bett. Wenige Stunden blieben uns, den vergangenen Tag zu verarbeiten und uns auf den kommenden Wettkampftag vorzubereiten, an dem es früh aufstehen hieß.

Am Samstag, dem 11. September, gingen 5 Nationen mit insgesamt 17 Schützen an den Start. Vertreten waren:
Tschechien, Finnland, Polen, die Slowakei und Österreich.

Trotzdem ich aufgrund Gleichgewichtsproblemen (augenbedingt) in letzter Zeit wirklich sehr schlecht schieße, freute ich mich, dass ich dabei sein durfte. Obwohl der ganze Aufenthalt und Schießtag abenteuerlich war, war er auch spannend und aufregend zugleich, obendrein hatten wir jede Menge Spaß, vor allen an den Abenden *g*. Da Andrea und ich nicht zur selben Zeit schossen, konnten wir uns gegenseitig betreuen, was wunderbar funktionierte. Wir sind nicht nur Freundinnen sondern auch ein richtig gutes und zusammengespieltes Team.

Nach dem Finale wurden zahlreiche Fotos gemacht, eine schöne und beeindruckende Erinnerung für mich. Anschließend fand die Siegerehrung statt.
Bei den Damen gewann Maria Weber und bei den Herren Timo Nyström aus Finnland. Danach wurden wir in einem Restaurant zum Essen eingeladen, der restliche Abend verlief harmonisch/lustig und so wurde es weit nach Mitternacht, ehe wir ins Quartier zurück kehrten.

 Wir nach dem Picknick beim Bus Finalschießen Andrea und ich  Sonni und ich sind erschöpft Wir als Team in rotweißrot gemeinsames Abendessen

Ich erfuhr zwar die Namen der engagierten Helfer, da sie aber alle Tschechen waren, konnte ich sie mir nicht merken. Auf jeden Fall möchte ich mich auf diesem Wege ganz herzlich bedanken, denn es war sicher nicht einfach, so eine Großveranstaltung zu meistern.

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Letztes Update 18. September 2010
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