Elmar Hämmerles Steckbrief

Herzlich willkommen an all jene, die sich für meinen Steckbrief interessieren.

Ich wurde von Nothburga gebeten, einen kleinen Beitrag zu ihrer Homepage zu leisten, was ich hiermit gerne tun werde.

Bild von Elmar

Mein Name ist Elmar Hämmerle, ich bin am 25.10.1962 geboren. Ich besuchte bis zu meinem 15. Lebensjahr noch die Normalschule. Nach einem Jahr Handelsschule (9. Schuljahr) wollte ich meine Leidenschaft und das damit verbundene Talent zu meinem Beruf machen. Ich begann daher eine Lehre als Möbeltischler. Leider musste ich erkennen, dass meine Sehkraft für manche Arbeitsvorgänge nicht ausreichend war. So ging ich zum Augenarzt, um mir eine stärkere Brille verschreiben zu lassen. Er jedoch diagnostizierte ein Augenleiden (Rethinopathia pigmentosa), welches mich zwang, meine ganze Lebensplanung über den Haufen zu werfen.

Nach 2-jähriger Tätigkeit als Hilfsarbeiter besuchte ich – da mir der Arzt geraten hatte, einen Beruf zu lernen, bei dem ich die Augen nicht brauche – das Bundes-Blindenerziehungsinstitut in Wien. Dort, nach einer einjährigen Umschulung, in der ich die Blindenschrift lernte, begann ich ebenfalls eine einjährige Ausbildung als Betriebstelefonist.

In dieser Zeit lernte ich auch Burgi kennen. In diesen 2 Jahren, so denke ich, habe ich viel an Lebenserfahrungen im Umgang mit Menschen gemacht.

Die Erkenntnis, jetzt auch in die "Welt der Behinderten" zu gehören, war für mich damals doch eine sehr große Umstellung.

Da ich doch eher aus einem ländlichen Gebiet stamme und die Großstadt als solche für mich auf Dauer kein Platz ist mein Leben zu verbringen, zog ich wieder in meine Heimat nach Vorarlberg zurück. Die folgende Arbeitssuche gestaltete sich sehr schwierig, da es relativ wenige Betriebe gab, die für mich in Frage kamen. Schließlich wurde dann in Dornbirn ein neues Krankenhaus gebaut, wo ich jetzt seit 1984 als Telefonist beschäftigt bin.

Die dortige Tätigkeit erfordert doch ein hohes Maß an Genauigkeit und auch recht viel Sensibilität, da man es ja schließlich mit Patienten und deren Angehörigen zu tun hat. Man sollte doch versuchen, seinen Beruf nach so vielen Jahren, gerade in meinem Bereich, nicht zur Routine werden zu lassen.

Die Neuentwicklungen im Computerbereich – gerade für Sehbehinderte und Blinde – erlauben es, dass ein weitgehend autonomes und effizientes Arbeiten und die damit verbundene Unabhängigkeit am Arbeitsplatz gewährleistet wird.

1988 bin ich von zuhause ausgezogen und habe mir ebenfalls in meinem Heimatort Lustenau eine Eigentumswohnung gekauft. Ich fühle mich hier ausgesprochen wohl und nach dem Motto "My home is my castle" genieße ich es auch sehr.

In meiner Freizeit beschäftige ich mich mit Musik, der Weiterbildung im Computerbereich und Psychologie. In der freien Natur die Seele baumeln zu lassen und ein wenig tagzuträumen, gehört zu den Ventilen, die wir alle gut brauchen können.

Da sich meine Sehkraft immer mehr verschlechtert hat, habe ich mich vor 2 Jahren entschlossen, ein sogenanntes "Mobilitätstraining" zu machen. Mit dem weißen Langstock ist es doch möglich, sich relativ sicher und gut bemerkt im Straßenverkehr bewegen zu können. Es dient auch meiner Meinung nach gut zur Entlastung der Psyche, da der Stress, sich oder andere zu gefährden, um einiges wegfällt. Mehr darüber hat Burgi schon auf ihrer Homepage erläutert.

Ich hoffe nun, mein kleiner Lebenslauf ist bei Ihnen auf ein wenig Interesse gestoßen. Gerade in letzter Zeit habe ich selbst sehr intensiv an meiner eigenen Homepage gearbeitet. Besuchen Sie mich doch.

Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

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Letztes Update 15. Juni 2001
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