Rindsgulasch mit Kartoffelknödel

Zwei gelbliche Kartoffelknödel auf 11 Uhr, der restliche Teller ist ausgefüllt vom rötlichen Saft und wenig Fleisch

Ich nehme mageres Rindfleisch, also Schnitzelfleisch im Ganzen, weil ich mich so gut wie möglich gesundheitsbewusst ernähren will. Es gibt auch fertig geschnittenes Gulaschfleisch, das etwas durchzogen ist, aber man kann genauso Schulterfleisch oder einen Schopf nehmen. Ich schneide die ca. 500 g Fleisch in kleinere Stücke, weil mein Günther und ich das so lieber haben. Da gleich viel Zwiebel wie Fleisch genommen werden soll, schneide ich zwei große oder drei kleinere "Happln" (wie wir Wiener sagen) ganz klein. Weil ich mit dem Messer nie so gleichmäßig arbeiten kann und meine Augen brennen, habe ich einen Zyliss-Zwiebelzerkleinerer, der sehr praktisch ist. Je feiner nämlich der Zwiebel ist, desto semiger wird die Soße, die ansonst mit Sauerrahm, Mehl oder einem anderen Stärkeprodukt verfestigt wird, damit´s keine Gulaschsuppe abgibt. In wenig Butter röste ich den Zwiebel an. Er soll ein bisschen bräunlich werden, was man am lauteren Geräusch hört, da das Wasser dann verdunstet ist. Man riecht es auch leicht bitterlich. Dann gebe ich das Fleisch hinzu, das erst mal ein paar Minuten im eigenen Saft kocht. Wenn es anbrät, wird auch dies lauter und riecht irgendwie nach frischem Brot *g*. Inzwischen gebe ich je einen Kaffeelöffel Salz und Majoran dazu. Wers mag kann auch noch zwei geschnittene Knoblauchzehen oder einen Esslöffel Knoblauchgranulat hineintun. Ist alles knusprig angebraten, kommt noch ein Esslöffel Tomatenmark unters Fleisch, das gibt eine gute Farbe, genauso wie der braune Zwiebel mit dem ebenso braunen Fleisch. Je mehr angebraten, desto schöner die Farbe und auch der Geschmack. Verbrennen solls allerdings nicht, da es dann bitter wird. Der Aufguss besteht aus einem halben Liter Wasser, je einem Esslöffel Rindsbratensaft und edelsüßem Paprika, wer mag, kann auch scharfen verwenden. Im Druckkochtopf braucht das Ganze eine halbe Stunde, sonst knapp zwei Stunden.

In der Zwischenzeit bereite ich die Kartoffelknödel vor. Solls schnell gehen, nehme ich schon mal fertige in einem Packerl aus dem Geschäft, die ich nur noch kurz aufkochen muss. Sonst koche ich die Kartoffeln bereits am Morgen, und drücke sie durch eine Presse. Für zwei Knödel reichen drei große oder vier kleinere Kartoffeln, die für 22 Minuten bereits geschält in Salzwasser kochen. Dem Kartoffelteig gebe ich Salz und Mehl hinzu. Das mit dem Mehl kann man schwer dosieren, kommt auf die Art und Lagerung der Erdäpfel an. Der Teig muss schon knetig werden, damit er erstens nicht Gefahr läuft zu zerfallen, wenn man Knödel formt, und zweitens diese in Salzwasser 20 Minuten lang kocht.

Will man das Gulasch noch dickflüssiger haben, dann gibt man einen Esslöffel Mehl bzw. Sauerrahm zum Verfeinern hinzu. Durch den Sauerrahm wird allerdings jede Soße lichter, also heller, dies nur zur Info.


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Letztes Update, 04. November 2002
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